Archiv ‘Social Media’

Und es funktioniert doch… – B2B und Social Media am Beispiel der Krones AG

Im Rahmen meiner Ausbildung zum Social Media Manager bei der Social Media Akademie hatte ich Gelegenheit, mir die Aktivitäten der Krones AG etwas genauer anzusehen.

Krones mit Sitz in Neutraubling ist ein Maschinen- und Anlagenbau-Unternehmen, das sich mit mehr als 10.000 Mitarbeitern auf die Bereiche Prozess-, Abfüll- und Verpackungstechnik sowie Intralogistik spezialisiert hat. Es handelt sich also um ein klassisches B2B-Unternehmen.

Krones ist seit Anfang 2010 auf verschiedenen Social Media-Plattformen aktiv. Dabei kümmern sich neben dem Corporate Social Media Officer, Charles Schmidt, zwei feste Mitarbeiter und ein Praktikant um das Thema Social Media. Begleitet wird die Krones AG vom Beratungsunternehmen Lingner Consulting.

Kanäle & Sichtbarkeit

Die Krones AG ist mit drei Accounts bei Facebook vertreten (www.facebook.com/kronesag, www.facebook.com/kronesacademy, www.facebook.com/kosmeat) und hat einen eigenen Unternehmenskanal bei der Videoplattform YouTube. Dazu kommen je ein Account beim Microblogging-Dienst Twitter, beim Business Netzwerk Xing sowie bei der Foto-Community Flickr.

Neben Suchanfragen direkt auf den betroffenen Plattformen selbst, stößt man auf verschiedenen anderen Wegen auf die Social-Media-Präsenzen von Krones:
-> Wikipedia
-> Hinweis auf der Krones-Website (nur YouTube; kein direkter Hinweis auf Facebook und Twitter)
-> Über den eigenen Social Media Newsroom, der Sammelpunkt aller Social-Media-Aktivitäten von Krones ist.
-> Die Facebook-Seite von Krones wird bei Google auf der ersten Ergebnisseite im organischen Listing gefunden (Suchwort-Kombination: „Krones AG“). Zudem stößt man dort auch diverse Artikel und interviews zum Engagement von Krones.
-> Über diverse Forenbeiträge, vor allem zum Thema „Recruiting“, was einer der Haupteinsatzzwecke von Social Media bei Krones ist.
-> Über ein Online-Magazin ist zudem ein spezieller Sozial-Media-Newsroom erreichbar. Hier werden alle relevanten Social-Media-Aktivitäten der Krones AG gebündelt dargestellt.

Persönlicher Eindruck

Die Social-Media- Aktivitäten von Krones folgen einer klaren Strategie und wirken daher sehr zielgerichtet und professionell. Schnell wird deutlich, dass die Kanäle vor allem zum Recruiting und für (Employer-)Branding-Zwecke genutzt werden. Dies belegt z. B. auch ein im Netz verfügbares Interview mit dem Corporate Social Media Officer von Krones.

Die verantwortlichen Mitarbeiter reagieren schnell und kompetent, wenn Nutzer in einen Dialog treten wollen. Leider ist die Anzahl der Dialoge insgesamt noch relativ gering und ausbaufähig.

Ein weiterer Pluspunkt ist, dass als Basis für das Social-Media-Engagement entsprechende Social-Media-Guidelines (PDF), veröffentlicht wurden. Diese sind an die Krones-Mitarbeiter gerichtet und enthalten wichtige Leitlinien für das Verhalten in Sozialen Netzwerken. So werden auch die wichtigsten Multiplikatoren – die eigenen Mitarbeiter – behutsam an das Thema Social Media herangeführt.

Als störend empfinde ich persönlich, dass viele Postings in Deutsch und parallel in Englisch eingestellt werden. Hier würde ich mir je Sprache einen separaten Kanal wünschen, um die Übersichtlichkeit zu verbessern. Zudem wäre es besonders auf Facebook überlegenswert, anstelle der nüchternen Unternehmensmeldungen etwas mehr Infotainment zu bieten. Social Media soll dem Nutzer ja vor allem auch Spaß machen.

Insgesamt aber Daumen hoch! Krones ist für mich ein tolles Beispiel, dass Social Media auch im B2B-Bereich funktionieren kann, wenn das Konzept stimmt und die nötigen Ressourcen bereitgestellt werden.

Social Media: Ist der Zug für Versicherungen schon abgefahren?

“Deutsche Versicherungen vernachlässigen Social Media”, so kritisiert das Unternehmen Attensity Europe GmbH Ende Februar in einer Studie.

Haben die meisten deutschen Versicherer wirklich bereits den Anschluss an den internationalen Wettbewerb verloren, wie in der Untersuchung weiter ausgeführt wird? Unterschätzen die Versicherungsunternehmen tatsächlich das Potenzial von Social Media und damit einhergehende Wettbewerbsvorteile?

Schließlich testen Versicherungsunternehmen in den USA den Einsatz der Kanäle Facebook und Twitter sogar bereits zur Risiko-Prüfung Ihrer Kunden, wie Eva Ihnenfeldt in einem Artikel beschreibt: Der Versicherer Aviva hat mit Hilfe der Unternehmensberatung Deloitte anhand von 60.000 Anträge mit Web-Informationen festgestellt, dass Daten aus sozialen Netzwerken häufig genauso zuverlässige Ergebnisse zur Bewertung von Risiken liefern, wie klassische Testverfahren.

Oder muss man sich sogar fragen, ob Versicherungen und Social Media überhaupt zusammenpassen, wie Markus Walter, Social Media Communicator der Allianz zur Einleitung seines Vortrags beim Social Media Club München provokativ einleitetet?

Viele deutsche Versicherungen haben sicherlich Nachholbedarf im Social Web und die Firmen, die jetzt nicht aktiv werden, verpassen vermutlich den Anschluss. Persönlich glaube ich aber, dass es noch nicht zu spät ist, wie sich besonders am Beispiel Facebook zeigt: So fanden beispielsweise die Marktforscher der YouGovPsychonomics AG heraus, dass sich zwar deutlich über die Hälfte aller Internetnutzer über unterschiedlichste Kanäle mit Freunden, Verwandten und Bekannten über Finanzthemen austauschen und auch Produkte empfehlen, dies geschieht nach Ansicht der Forscher aber “bislang eher selten über soziale Netzwerke”. Weit vor Social Media-Kanälen wie Facebook oder Twitter lägen persönliche Gespräche und Weiterempfehlungen per E-Mail.

Doch das darf nicht darüber hinweg täuschen, dass sich die Nutzung sozialer Medien auch in Deutschland über alle Altersgruppen mit großen Schritten ausbreitet, wie beispielsweise die von Facebookmarketing.de veröffentlichten “Facebook Nutzerdaten Deutschland” und die Infografik "Facebook Zahlen & Fakten 2011" zeigen.

Einige Informationen zu Entwicklungen und Trends der Versicherungs-Branche im Social Web beinhaltet der Anfang 2011 erschienene Branchenreport “Versicherungsreport Social Media“. Dieser verdeutlicht auch die “überraschend positive Einstellung der Nutzer zu Versicherungsdienstleistern”. Im Report werden beispielhaft die bereits durchaus erfolgreich in Social Media vertretenen Versicherer Allianz und ERGO bzw. ERGO Direkt betrachtet. Letztere bietet sogar einen Live-Chat und seit kurzem die Beratung per Skype an. Doch auch andere Versicherer schlafen bezüglich eines Web2.0-Engagements nicht, so beispielsweise D.A.S., R+V24 oder Asstel.

Das Fazit der YouGovPsychonomics-Studie “Social Media im Finanzdienstleistungsmarkt (PDF)“ lautet, dass sich Mitmachen auch für Finanzdienstleister lohnt. Besonders abschlussbereite User nehmen Social-Media-Präsenzen “überdurchschnittlich häufiger” wahr. Studienleiterin Jutta Rothmund: “Unter denjenigen, die den Abschluss eines Bank- oder eines Versicherungsproduktes in den kommenden zwölf Monaten planen beziehungsweise in den vergangenen zwölf Monaten vollzogen haben, fällt die Erinnerung an Beiträge von Finanzdienstleistern überdurchschnittlich hoch aus.” Darüber hinaus liegt die Vertrauenswürdigkeit von Verbrauchermeinungsplattformen laut Aussage der Studie “nur knapp hinter der von Vergleichsseiten im Internet und Empfehlungen eines Bank- oder Versicherungsberaters.” Es hat sich gezeigt, dass “etwa jeder Zehnte” Social Media-Kanäle als Quelle zur Information über Bankprodukte, Geldanlagen und Versicherungen nutzt.

Wie gezeigt wurde, nimmt Social Media auch im Versicherungsumfeld rasante Fahrt auf. Der Zug ist zwar noch nicht abgefahren, doch alle Signale stehen auf grün und wer die Abfahrt verschläft, bleibt wohl sprichwörtlich alleine am leeren Bahnhof zurück.

Facebook: Zahlen & Fakten

Facebook: Zahlen & Fakten

Facebook: Zahlen & Fakten

Facebookmarketing.de hat zwei interessante Statistiken zur Nutzung von Facebook veröffentlicht:

1) Facebook Nutzerdaten Deutschland

2) Infografik: Facebook Zahlen & Fakten 2011

> Website http://facebookmarketing.de

UPDATE 04/2010: Social Media Prisma für Deutschland

Social Media Prisma

Social Media Prisma

Das Team der Hamburger Social-Media-Agentur ethority hat im April 2010 sein Social Media Prisma für den deutschen Markt aktualisiert. Die Version 2.0 wurde nach Unternehmensangaben “um prägnante Veränderungen in den Social Media erweitert.”

Angeleht an “Conversation Prism: The Art of Listening, Learning and Sharing” von Brian Solis und JESS3 bildet das Social Media Prisma von ethority einen guten Überblick relevanter Konversationskanäle aus dem Bereich Social Media. Aufgeführt sind die einflussreichsten deutschen und internationalen Vertreter der einzelnen Kategorien.

Publiziert wurde das Social Media Prisma unter der Creative Commons Lizenz, so dass es unter Angabe der Quelle und unverändert in Präsentationen verwendet werden darf.

Studie: Wie nutzen Deutschlands größte Marken Social Media?

Social Media-Aktivitäten der 100 größten Marken nach Werbeausgaben in Deutschland

Social Media-Aktivitäten der 100 größten Marken in Deutschland

Die Studie liefert einen Überblick zu den Social Media-Aktivitäten der 100 größten Marken nach Werbeausgaben in Deutschland. Auch die Effizienz dieser Aktivitäten wurde untersucht. Dabei standen die Social Media-Plattformen Facebook, Twitter, YouTube sowie Corporate Blogs im Zentrum der Betrachtung.

Einige Ergebnisse der Untersuchung:
60% Prozent der größten Marken Deutschlands nutzen aktiv Social Media. Eine umfassende Social Media-Strategie ist jedoch noch die Ausnahme. Platz 1 der unternehmensseitig am meistgenutzten Social Media Dienste belegt Twitter mit 39%. Es folgen YouTube mit 37%, Facebook mit 28% und Corporate Blogs mit 12%.

Die Studie der Universität Oldenburg in Zusammenarbeit mit der Agentur construktiv kann kostenlos heruntergeladen werden (PDF).

> Download der Studie (PDF)

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Roland Farnbacher

Geboren: 15.06.1973
Ausbildungen: Werkzeugmechaniker & Werbekaufmann
Studium: BWL (FH)
Berufserfahrung u.a.: Projektleiter & Konzeptioner (Multimedia-Agentur); Projektleiter Internet (Maschinenbau und Automation); Direktmarketing Manager, Schwerpunkt Online Vertrieb (Direktversicherer)

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